Über den Weihnachtsmarkt Am Hof

Georg Lehner (Veranstalter) erzählt die jüngere Geschichte des Weihnachtsmarktes Am Hof …

…der „PLATZ Am Hof“ ist wohl einer der geschichtsträchtigsten und ältesten Plätze in Wien.

aPresse1Der Kunst & Antikmarkt wurde und wird noch immer, jeden Freitag und Samstag von März bis November abgehalten. Irgendwann Mitte der Neunziger Jahr auf Grund vieler Anregungen von Kunden wurde der Markt temporär auf die Adventwochenenden im Dezember ausgeweitet. Somit war hier ein erster Ansatz des „Weihnachtlichen Kunst & Antikmarktes“ erkennbar.

 

Damals noch unter Leinenschirmen teilweise mit dicken Schuhwerk im Schnee stehen wurden auf offenen Pulten und Marktständen Kunsthandwerk und Antiquitäten gemeinsam gezeigt und angeboten. Auf Grund des regen Interesses wurde dann in den darauffolgenden Jahren erst der Donnerstag und dann auch noch der Sonntag dazu genommen.

 

Erste Versuche die Marktgemeinschaft von den Vorteilen einer Bewirtschaftung mit Holzhütten zu überzeugen scheiterten an den damaligen Kosten von 300 Ö-Schillingen pro Hütte für den ganzen Dezember!!! (ja Dreihundert ÖS(= ca.22€) waren zu teuer) Im Jahr 1998 gelang es erstmals vier Händler dazu zu bewegen, sich eine Hütte aus Holz zu mieten und die Vorteile wie warme Füße, keine Zugluft, leichtes zusperren am Abend usw. auszuprobieren.
Da der kaufmännische Erfolg dieser „Pioniere“ offensichtlich war, kamen im Laufe der nächsten zwei bis drei Jahre immer mehr Marktteilnehmer auf den Geschmack und so entstand Schritt für Schritt ein richtiger Weihnachtsmarkt.
Den Schwerpunkt und die Basis bildeten jedoch immer die Kunst- und Antiquitätenhändler, welche auch heute noch im Marktgeschehen eingebunden sind.
Durch Zusammenarbeit, erst mit der Länderbank/Bank Austria und in den letzten Jahren mit der Österreichischen Kontrollbank, welche beide am Platz ihr Hauptquartier bezogen haben, wurde auch weihnachtlicher Glanz wie zum Beispiel das Aufstellen eines mächtigen Weihnachtsbaumes ermöglicht.
Der Umweltgedanke war bei uns jedoch schon immer sehr im Vordergrund. Dies zeigt sich vor allem, dass wir einer der ersten Märkt in Europa waren, welche auf die Verwendung von Einwegbechern verzichtet hat und sich in mühsamen Versuchen und Tests ein erstes mobiles Waschsystem für Keramik-Pfandhäferl erarbeitet (erfunden) hat.
In den letzten Jahren wurde immer mehr auf hochwertige und qualitativ anspruchsvolle Waren Wert gelegt und erfolgreich versucht, Handelswaren vor allem aus Fernost und herkömmliche Konsumgüter aus dem Angebot zu entfernen. Handwerk Kunst und Gewerbliche Güter haben nun bei uns am Markt den Vorrang.
Eine sehr wichtige Rolle übernahm bereits von Anfang an der Regionale Radio Sender „Radio Wien“ der immer wieder, informative und traditionelle Beiträge über den Markt und seine Gäste gesendet hat. Mitten im Markt, direkt unter der alles überstrahlenden Marien – Säule steht auch der Radio Wien Punsch Stand, an dem an mehreren Tagen die Moderatoren von Radio Wien Punsch für „Licht ins Dunkel“ ausschenken. Dabei wird nicht nur der Reinerlös, sondern der dabei gesammelte „Gesamt Betrag“ von der Marktgemeinschaft gespendet. Das bedeutet, dass keinerlei Mieten, Personalkosten und Wareneinsätze vom Spendenergebnis abgezogen werden. Scheckübergabe immer kurz vor Weihnachten in „Wien Heute“ TV.
Berühmt ist der Weihnachtsmarkt Am Hof allemal für seinen „Zirbenpunsch“ (Erfindung im Jahr 1999) Anfänglich belächelt, heute der Renner wenns nicht zu süß sein soll.

 

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